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Die Corona-Krise im Spiegel des Menschheitshoroskops

19.3.2020 - Die Corona-Krise, die im Zeitband der viel beschworenen Saturn/Pluto-Konjunktion in China begann, nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Inzwischen ist Europa zum Epizentrum der Pandemie geworden. Und Afrika muss sich auf das Schlimmste vorbereiten.
Während ich diesen Artikel verfasse, titelt die Ausgabe der ZEIT vom 18. März 2020 „Die Menschheitsaufgabe“ – und das trifft es wohl sehr gut: Seit dem 2. Weltkrieg musste sich die Menschheit keiner vergleichbaren Herausforderung stellen.
Als Astrologe drängt sich mir die Frage auf, ob man eine Krise dieses Ausmaßes nicht hätte voraussehen können oder sogar müssen. Die Saturn/Pluto-Konjunktion vom Januar erscheint mir – isoliert betrachtet – kaum ausreichend, obwohl dynamische Aspekte dieser beiden Langsamläufer in der Vergangenheit durchaus mit größeren Krisen korrelierten. Ein deutlicheres Bild ergibt sich, wenn wir das so genannte Ära- oder Menschheitshoroskop zu Rate ziehen: Nicht nur die ungeheure Wucht der Katastrophe spiegelt sich in diesem Geburtsbild wider, es beantwortet auch die Frage, warum das Virus ausgerechnet von der chinesischen Millionenstadt Wuhan ausging.

Das Menschheitshoroskop

Das Menschheitshoroskop wird für die Sonnenfinsternis vier Tage vor der letzten Neptun/Pluto-Konjunktion von 1892 erstellt und bezieht sich auf die Erfahrungen der heutigen Menschheit. Es kann auf jeden beliebigen Ort der Erde berechnet werden und funktioniert mit großer Genauigkeit. Abbildung unten zeigt das Horoskop zunächst ohne Hauptachsen und Häuser. (26.4.1892, 21.46 GMT).

Die Neptun/Pluto-Konjunktion – die Grundlage des Geburtsbildes – befindet sich auf 7 – 8° Zwillinge, der Finsternis-Neumond auf 7° Stier. In den vergangenen hundert Jahren hat sich immer wieder gezeigt, das diese Gradbereiche (7 – 11° der beweglichen Zeichen und 5 – 9° der fixen Zeichen) bei markanten Ereignissen ausgelöst wurden, welche die Menschheit als Ganzes betrafen, beispielsweise bei Atomkatastrophen. Der Neptun/Pluto-Zyklus selbst hat eine Dauer von 493 – 494 Jahren, so dass dieses Horoskop noch über 350 Jahre seine Gültigkeit behält.

Das Menschheitshoroskop für Wuhan

Berechnen wir das Menschheitshoroskop auf Wuhan (26.4.1892, 21.46 GMT, Wuhan/China, 30n35, 114w16 – siehe Abbildung unten), ergibt sich ein dramatisches Bild: Der Finsternis-Neumond befindet sich exakt am Aszendenten, während Uranus in unmittelbarer Nähe des Deszendenten platziert ist. Zusätzlich bildet Mars eine gradgenaue Konjunktion mit dem MC. Hätte ein Astrologe dieses Geburtsbild im Vorfeld der aktuellen Entwicklungen untersucht, hätte er durchaus zu dem Schluss kommen können, dass die chinesische Millionenstadt dazu bestimmt sei, irgendwann im Laufe des aktuellen Neptun/Pluto-Zyklus eine bedeutsame Rolle für die Menschheit zu spielen.

Die Auslösungen im Menschheitshoroskop

Nicht weniger dramatisch sind die aktuellen Auslösungen. Abbildung unten zeigt das auf Wuhan berechnete Menschheitshoroskop mit den Transiten und Progressionen vom 12. Januar 2020 im Außenkreis (Transite: blau, Progression: rot).

Die Saturn/Pluto-Konjunktion im Transit (zusätzlich aktiviert durch Sonne und Merkur) befindet sich in unmittelbarer Nähe von MC und Mars sowie im exakten Spiegelpunkt zur Neptun/Pluto-Konjunktion. Die letztgenannte Auslösung gilt natürlich für die ganze Welt.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Saturn/Pluto um eine klassische Krisenkonstellation. Sie steht für Wandlung unter Druck bzw. für notwendige Umstrukturierungen/Trennungen. Im günstigsten Fall lassen sich Probleme oder Missstände durch große Anstrengungen und harte Arbeit beseitigen. In Kombination mit der Neptun/Pluto-Konjunktion des Ära-Horoskops fällt es vor dem Hintergrund der aktuellen Situation nicht schwer, auf eine Krankheit (Saturn/Neptun) mit Massenwirkung (Pluto), also eine Epidemie oder Pandemie, zu schließen.

Nicht weniger eindringlich sind die Progressionen: Die progressive Sonne formt im März/April ein exaktes Quadrat zum progressiven Pluto, was auf eine bedeutsame Veränderung bzw. einen wichtigen Transformationsprozess hinweist.

Die kritischste Progression wird von Mars gebildet, der ein exaktes Quadrat zum Finsternis-Neumond (und zum Aszendenten von Wuhan) bildet. Was diese Progression so problematisch macht, ist ihre lange Wirkungsdauer: Der progressive Mars ist gerade in seiner rückläufig-stationären Phase und wechselt erst im Jahr 2022 zur Direktläufigkeit. Anschließend braucht es weitere 2 – 3 Jahre, bis Mars in seiner progressiven Bewegung wieder in Schwung kommt und das Quadrat zum Neumond hinter sich lässt. Diese Auslösung macht deutlich: Die Menschheit befindet sich in einem Ausnahmezustand – und zwar über einen längeren Zeitraum hindurch. Interessanterweise sprach der französische Präsident Macron Mitte März in seiner Rede an die Nation davon, dass sich die Welt nun im Krieg befinde. Dieser Satz kam insgesamt sechs Mal vor. Obwohl man kaum davon ausgehen kann, dass Macron Astrologie betreibt, stimmt diese Aussage: Die gesamte Menschheit (Sonne und Mond) ist nun im Krieg (Mars) und muss sich gegen einen unsichtbaren Feind – ein Virus – bewähren.

Neben der progressiven Sonne und dem progressiven Mars verdient der progressive Saturn besondere Aufmerksamkeit: Er befindet sich auf 0° Waage und damit in Opposition zum Widderpunkt. Der Hamburger Astrologe Alfred Witte betrachtete den Widderpunkt als Symbol für das Geschehen auf unserer Erde und brachte ihn mit der Allgemeinheit bzw. Öffentlichkeit in Verbindung. Dieser Ansatz hat sich in meiner Praxis immer wieder bestätigt: Planeten am Widderpunkt (bzw. im Aspekt dazu) haben das Potential, in verstärktem Maße nach außen, in das Bewusstsein der Menschen zu gelangen.
Die Erfahrung hat außerdem gezeigt, dass der Widderpunkt bereits für sich genommen eine auslösende Wirkung besitzt. So befand sich Uranus im März 2011 genau auf 0° Widder, als Japan von einem verheerenden Beben heimgesucht wurde, mit einem Tsunami und einer Atomkatastrophe als Folge. Im Jahr 2008 wechselte Pluto in den Steinbock, Dies war die Zeit der globalen Finanzkrise.
Nun steht der progressive Saturn des Menschheitshoroskops auf 0° Waage, wo er das soziale Leben mit drastischen Maßnahmen einschränkt: Schulen, Kindergärten und Geschäfte werden geschlossen, Grenzen dicht gemacht, Ausgangssperren verhängt. Diese Maßnahmen sind absolut notwendig – und es ist wichtig, dass jeder sie befolgt. Nur auf diese Weise kann es hoffentlich gelingen, die exponentiell ansteigende Kurve an Neuinfektionen abzuflachen und Zeit zu gewinnen. Andernfalls werden die Gesundheitssysteme die Flut von Patienten nicht mehr bewältigen können. Welche verheerenden Konsequenzen ein völlig überlastetes Gesundheitssystem haben kann, sehen wir derzeit an unserem Nachbarland Italien: Dort können bei weitem nicht alle Kranken versorgt werden, weil schlicht die Kapazitäten fehlen. Vielfach müssen die Ärzte entscheiden, wen man rettet und wen nicht. Eine schreckliche Situation.

Es besteht für mich kein Zweifel, dass uns diese Krise noch länger beschäftigen wird – es ist, wie die ZEIT schreibt, eine Menschheitsaufgabe. Irgendwann wird aber auch dieser Spuk vorbei sein und die Normalität wird zurückkehren. Wichtig ist jetzt, dass wir die Lage akzeptieren, zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen. Schuldzuweisungen bringen in der jetzigen Situation gar nichts.
Ich wünsche uns allen Gelassenheit in diesen stürmischen Zeiten. Passen Sie auf sich und Ihre Liebsten auf und bleiben Sie gesund.

Ihr Olaf Staudt