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2019 im Überblick

Der nachfolgende Text entstammt der neuen Jahresvorschau für 2019, welche ab sofort erhältlich ist. Wie immer stehen geopolitische und wirtschaftliche Zusammenhänge im Mittelpunkt der Analysen. Neben den Horoskopen von Staaten und deren Regierungschefs werden die aus astrologischer Sicht vermuteten Entwicklungen verschiedener Märkte wie Rohstoffe und Aktien diskutiert.
Die Jahresvorschau für 2019 umfasst 56 DIN A4-Seiten und wird als PDF per Email versendet. Sie können das Manuskript über mein Kontaktformular oder telefonisch unter +49 (0) 8143 - 27 12 107 zum Preis von EUR 19,90 bestellen.


Wir befinden uns in einer Zeit, in der wichtige astrologische Zyklen sich ihrem Ende nähern. Ein Neuanfang ist ab dem Jahr 2020 angezeigt, wenn sich Jupiter, Saturn und Pluto in einer großen Konjunktion begegnen werden. Vor diesem Hintergrund lässt sich 2019 als ein Jahr des Übergangs betrachten, das allerdings im Vergleich zu den Vorjahren nicht weniger spektakulär verlaufen dürfte – wie sollte es auch vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage.

2019 beginnt mit dem Eintritt von Mars in das Widder-Zeichen und einer Sonne/Saturn-Konjunktion (Abbildung rechts). Dies lässt auf ein dynamisches bis spannungsgeladenes Jahr schließen, in welchem Auseinandersetzungen und Konflikte eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Die allgemeine Grundstimmung ist nüchtern und konservativ. Populistisches Gedankengut findet weiterhin großen Zuspruch.

Die übergeordnete Signatur im Jahr 2019 ist der definitive Wechsel von Uranus in das Stier-Zeichen Anfang März. Diese Kombination ist an sich bereits ein Widerspruch: Uranus ist unkonventionell, unruhig und rebellisch, er wünscht sich Freiheit, Unabhängigkeit und Veränderungen. Das Stier-Prinzip symbolisiert dagegen Beständigkeit und Sicherheit. Es möchte Risiken vermeiden und den Status Quo aufrecht erhalten – einfach, weil das berechenbar und bequem ist.
Dementsprechend werden unter dem Uranus-Transit durch den Stier alle Angelegenheiten, die mit Sicherheit bzw. Absicherung zu tun haben, zum Gegenstand von Aufruhr und Veränderungen. Dies betrifft natürlich in erster Linie die finanzielle Sicherheit. Sozialstaaten versuchen, Sicherheiten für diejenigen zu schaffen, die sozial benachteiligt sind. Uranus im Stier bringt jedoch Ereignisse und Erfahrungen, welche diese Sicherheiten aufs Spiel setzen, beispielsweise durch Veränderungen in den verschiedenen sozialen Systemen wie Renten- und Krankenversicherungen. Geht man davon aus, dass die Schulden im Zeitband der Konjunktion von Saturn und Pluto weiter anwachsen, werden einige Staaten gezwungen sein, ihre Sicherheitssysteme und die entsprechenden Hilfsprogramme drastisch zu kürzen, um Kosten zu sparen.
Außerdem besteht unter dem Transit von Uranus durch den Stier die Möglichkeit einer weiteren Finanzkrise. Diese könnte z.B. durch eine Bankenkrise (eine typische Entsprechung des Stier-Prinzips) ausgelöst werden. Diese Entwicklung gilt nicht nur für 2019, sondern für die gesamte Zeit, in der sich Uranus im Stier befindet, also die kommenden sieben Jahre. Die größte Gefahr für eine neue Finanzkrise besteht meiner Ansicht nach in den Jahren 2020 – 2023, wenn sich Uranus in der Mitte des Stier-Zeichens befindet.

Im Jahr 2019 bewegt sich Jupiter in einem Quadrat-Aspekt zu Neptun und in einem Spiegelpunkt-Verhältnis zu Saturn. Saturn und Neptun treten ihrerseits ebenfalls in Kontakt, sie bilden einen Spiegelpunkt und drei Sextile.

Abbildung oben zeigt das Zusammenspiel von Jupiter, Saturn und Neptun in grafischer Darstellung des Teiler 4. Die Spiegelung von Saturn/Neptun ist von diesen Aspekten am wichtigsten. Sie wird nur ein einziges Mal, Anfang Februar, exakt. Allerdings kommt es im September/Oktober nochmals zu einer Annäherung mit einem Orbis von weniger als einem Grad.
Eine häufige Entsprechung für die Kombination von Saturn und Neptun auf der mundanen Ebene ist der Vertrauensverlust zwischen den Menschen und ihren Führungspersonen aus Politik und Wirtschaft. In der Vergangenheit hat sich unter dynamischen Saturn/Neptun-Aspekten immer wieder gezeigt, dass die Träger hoher Ämter ihre eigene Integrität opferten, um persönliche Vorteile zu erlangen. Verrat, Betrug und Misstrauen bei Politikern und Regierungen waren dementsprechend typische Themen, ebenso Gesetzesverstöße, Korruption und Skandale.
Andere denkbare Saturn/Neptun-Entsprechungen sind Katastrophen im Zusammenhang mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten, beispielsweise Unwetter, Hurrikans und Überschwemmungen. Aber auch ein Mangel (Saturn) an Wasser (Neptun) und dementsprechend Dürre, Trockenheit und Ernteschäden in Teilen der Welt sind denkbar.

Das Jupiter/Neptun-Quadrat wird 2019 dreimal exakt: im Januar, Juni und September. Die Kombination dieser beiden Planeten fördert Idealismus, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und spirituelles Wachstum. In negativer Hinsicht verführt der Aspekt zu Leichtgläubigkeit und dem Schwelgen in Illusionen.

Die Spiegelung von Jupiter und Saturn ist exakt im Januar, August und ebenfalls September. Im Gegensatz zu Jupiter/Neptun ist Jupiter/Saturn von nüchterner Qualität, denn der Optimismus Jupiters wird durch Saturns Zurückhaltung und Skepsis gedämpft. Im günstigsten Fall können die Angelegenheiten durch Mäßigung und Ausdauer reifen, so dass geduldiges, beständiges Wachstum entsteht. Häufig wird das Wachstum durch internationale oder bilaterale Verträge/Abkommen „verbrieft bzw. festgeschrieben“.
In negativer Hinsicht können Sorgen, Ängste und Kritik unverhältnismäßig aufgeblasen werden, was zu internationalen (Jupiter) Spannungen (Saturn) führen kann.
Außerdem steht die Kombination von Jupiter und Saturn für „Recht und Ordnung“ und kann im ungünstigsten Fall das „Recht des Stärkeren“ symbolisieren. Dann zeigt sich Jupiter/Saturn von einer pseudo-moralischen, rigiden, einschränkenden Seite.

Die vielleicht größten Herausforderungen im Jahr 2019 hält das Uranus/Neptun-Halbquadrat von Anfang Mai bereit. Dieser Aspekt hat uns in den vergangenen beiden Jahren bereits ausgiebig beschäftigt. Bezeichnend ist hier, dass sich gewohnte Strukturen plötzlich auflösen, was zu Infragestellung und Gefühlen der Unzufriedenheit, Unsicherheit oder Ohnmacht führen kann. Schwierige Naturereignisse mit dem Verlust von Menschenleben, beispielsweise Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen, sind hier eine typische Gefahr, ebenso von Menschen gemachte Katastrophen wie Terrorakte und andere Gewalteskalationen. Außerdem korrelieren Uranus/Neptun-Konstellationen nicht selten mit Einbrüchen an den Finanzmärkten.

Schließlich bewegen sich Saturn und Pluto in einem Spiegelpunkt des fünften Harmonic zueinander, mit drei exakten Übergängen (Ende Januar, Mitte August und Ende Oktober). Die Kombination von Saturn und Pluto steht für "Wandlung unter Druck", d.h. für notwendige bzw. erzwungene Umstrukturierungen, Trennungen oder Verluste. Im günstigsten Fall können Probleme und Schwierigkeiten mit großen Anstrengungen bewältigt werden. Hier wirft die Saturn/Pluto-Konjunktion vom Januar 2020 bereits ihre Schatten voraus.

Zusammenfassend sind im Jahr 2019 sehr gegensätzliche Konstellationen am Werk und damit komplizierte „Mischungsverhältnisse“. Im Zeitband des Uranus/Neptun-Halbquadrates, exakt Anfang Mai, kann es zu plötzlichen Erschütterungen bestehender Strukturen und/oder unsicheren, chaotischen Zuständen kommen. Die drei Spiegelungen  von Saturn und Pluto können jeweils mit Zeiten korrelieren, in denen Umstrukturierungen sich als notwendig erweisen oder Verluste drohen. Im günstigsten Fall gelingt es, Probleme unter großen Anstrengungen zu bewältigen.

Der Umstand, dass Jupiter einerseits mit Saturn, andererseits mit Neptun in Kontakt tritt, deutet auf eine Unvereinbarkeit unterschiedlicher Meinungen/Standpunkte hin, was zu gegenseitigem Unverständnis und Konflikten führen kann. Da sind die Populisten, die überall in der Welt großen Zuspruch erhalten, die für „Recht und Ordnung“ stehen, drastische Gesetze und harte polizeiliche Maßnahmen fordern, die gegen Einwanderer und alles „Fremde“ hetzen, Mauern bauen und sich abschotten. Dem gegenüber steht eine große Anzahl von Menschen, die für Mitgefühl plädieren und für die Bereitschaft, sich in idealistischer Weise für eine Verbesserung der Welt einzusetzen.

In der Hoffnung, dass die letztgenannte Gruppe die Oberhand behalten möge, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern besinnliche, erholsame Feiertage und alles Gute für das Jahr 2019.

Olaf Staudt