2026 im Überblick
Der nachfolgende Text ist ein Auszug aus meiner neuen Jahresvorschau:
Die Dreiecksfigur von Uranus, Neptun und Pluto, die sich im Sommer 2025 erstmals formte, ist auch 2026 wirksam. Dementsprechend können wir ein weiteres turbulentes Jahr erwarten, in dem sich die laufenden Prozesse fortsetzen und möglicherweise wichtige Wendepunkte erreichen. Bei Pluto geht es um Macht, Kontrolle und manipulative Verhaltensweisen, während Uranus für Veränderungen, Reformen, Proteste und Demonstrationen steht. Neptun symbolisiert Ideale und Visionen, aber auch Illusionen, Täuschung und Unsicherheit.
In den ersten Monaten des Jahres wird die Aspektfigur durch Saturn erweitert, denn er bildet eine Konjunktion mit Neptun. Die Saturn/Neptun-Konjunktion konstelliert sich in unmittelbarer Nähe zum Widderpunkt, was ihr eine besonders starke und nachhaltige Wirkung verleiht. Unter Saturn/Neptun lösen sich bestehende Strukturen auf und wir können Zustände der Infragestellung und Unsicherheit erleben. Häufig korrelieren Saturn/Neptun-Verbindungen mit Perioden, in denen politische Führer bzw. Regierungen gegen das Gesetz verstoßen, um ihre Macht auszuweiten und persönliche Vorteile zu erlangen. Diese Entsprechung erleben wir aktuell besonders eindringlich in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo die Trump-Regierung demokratische Regeln und Strukturen in einer Weise auflöst, die sich die meisten Beobachter noch vor einem Jahr nicht hätten vorstellen können. Die Umbau- bzw. Auflösungsprozesse in den USA setzen sich 2026 fort, besonders deutlich vielleicht in der ersten Jahreshälfte. Die negativen Folgen der trumpschen Politik dürften dabei immer deutlicher zum Tragen kommen, was verstärkt zu Protesten und Demonstrationen führen sollte. Der amerikanische Präsident wird auf die Kritik wahrscheinlich mit wilden Rundumschlägen reagieren, so dass die Lage weiter eskaliert.
In der Vergangenheit wies der Saturn/Neptun-Zyklus einen starken Bezug zum Kommunismus und zur Entwicklung Russlands auf. So endete das kommunistische Sowjet-Regime im Jahr 1989, zur Zeit der letzten Saturn/Neptun-Konjunktion. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass Russland ebenfalls von bedeutsamen Umstrukturierungsprozessen betroffen ist. Im Moment deutet allerdings nichts darauf hin, dass Putins Herrschaft zeitnah enden könnte.
Im besten Fall korreliert die Saturn/Neptun-Konjunktion mit einem Friedensabkommen oder zumindest einer Feuerpause im Ukraine-Krieg. Das ideale Zeitfenster hierfür sind die Monate Februar und März.
Andere charakteristische Saturn/Neptun-Entsprechungen sind Naturkatastrophen aufgrund von zu viel oder zu wenig Wasser. Da die Folgen des Klimawandels von Jahr zu Jahr deutlicher zutage treten, muss man kein großer Prophet sein, um auch für 2026 extreme Wetterverhältnisse vorauszusagen – Perioden, in denen es einerseits zu großer Hitze, Trockenheit, Dürre und Waldbränden kommt, andererseits zu heftigen Unwettern, starken Regenfällen und Überschwemmungen. Da Saturn/Neptun in der Kosmobiologie als klassische „Krankheitsachse“ gilt, ist die Ausbreitung einer Krankheit bzw. eines Virus eine weitere denkbare Entsprechung im Jahr 2026.
Das Trigon von Uranus und Pluto weist im Vergleich zur Saturn/Neptun-Konjunktion eine deutlich längere Wirkungsdauer auf. Es entfaltet sich in drei exakten Übergängen (Juli 2026, November 2026 und Juni 2027) und stellt gewissermaßen eine Wiederholung des Transits von Pluto durch das Wassermann-Zeichen dar. Uranus/Pluto-Aspekte beinhalten das Potential für Veränderungen, Reformen, Revolutionen und Umstürze. Im Zuge des aktuellen Trigons könnten viele Menschen aufstehen und für ihre Freiheit kämpfen. Dies gilt natürlich insbesondere für unfreie und autoritäre Systeme. Aber auch in demokratischen Gesellschaften dürften sich Reformen und Veränderungen als unabdingbar erweisen. Außerdem korreliert der Uranus/Pluto-Zyklus typischerweise mit Neuerungen und Durchbrüchen im technischen bzw. wissenschaftlichen Bereich. Es verwundert daher nicht weiter, dass wir derzeit einen großen Innovationsschub erleben, welcher Technologie und Digitalisierung auf eine neue Stufe hebt. Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Robotik und andere Automatisierungsprozesse dürften in den kommenden Jahren noch nachhaltigere Auswirkungen auf unseren Alltag haben als bisher.
Die Sextile, die Neptun zu Uranus und Pluto bildet, sind die letzten Steine im großen kosmischen Mosaik. Uranus/Neptun-Verbindungen korrelieren nicht selten mit Zeiten, in denen Auflösungsprozesse zu chaotischen Situationen und dem Gefühl von Ohnmacht führen. Naturkatastrophen, insbesondere Erdbeben, aber auch Vulkanausbrüche und Waldbrände sind in diesem Zusammenhang typische Entsprechungen. Der Neptun/Pluto-Zyklus ist mit einer Dauer von fast 500 Jahren der längste aller Zyklen und weist eine besonders große Bandbreite an Entsprechungen auf. Er hat unter anderem mit einer Öffnung für übergeordnete, kollektive Ideen und Inhalte zu tun. Ob diese aufbauend oder zerstörerisch wirken, hängt von den äußeren Umständen ab und von den anderen beteiligten Konstellationen. Als Neptun und Pluto sich 2024 im Teiler 6 spiegelten, kandidierte Trump erneut für das Präsidentenamt und wurde nach einem bizarren Wahlkampf für eine weitere Amtszeit gewählt. Die Politik des US-Präsidenten, welche geprägt ist von Lügenpropaganda, autokratischem Verhalten und dem Drang, andere zu bedrohen und ihnen den eigenen Willen aufzuzwingen, wird uns auch 2026 in Atem halten. Ein anderes wichtiges Thema des Neptun/Pluto-Zyklus ist die Atomenergie (Pluto: Atomkern, Hitze, Neptun: Wasser, Kühlung). So ereignete sich das verheerende Reaktorunglück von Tschernobyl Ende April 1986, als Neptun und Pluto über Monate hindurch ein exaktes Sextil formten. Dass wir 2026 erneut einen Atomunfall oder gar den Einsatz von Nuklearwaffen erleben, erscheint mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt wenig wahrscheinlich. Ausschließen kann man ein solches Szenario aber nicht.
Die letzte wichtige Signatur des Jahres 2026 ist die Rückläufigkeit der Venus, welche sich vom 3. Oktober bis 14. November erstreckt. Ist Venus rückläufig, werden Partnerschaften einem Test unterzogen, so dass bestehende Unstimmigkeiten und Probleme an die Oberfläche kommen. Es kann sich hierbei um persönliche Beziehungen handeln, aber auch um politische oder wirtschaftliche Bündnisse und Allianzen. In positiver Hinsicht ergibt sich die Möglichkeit, Konflikte und Frustrationen zu bereinigen. Mit Blick auf die Finanzmärkte korrelieren die Rückläufigkeitsperioden der Venus häufig mit turbulenten und erratischen Zeiten. Typischerweise ergeben sich Trendwenden gerade dann, wenn Venus stationär ist. Im aktuellen Fall sind das die Tage um den 3. Oktober und um den 14. November herum (mit einem Orbis von jeweils +/- 10 Tagen).
Im Ära-Horoskop (welches auf dem Neptun/Pluto-Zyklus beruht) aspektieren 2026 sowohl der progressive Mars, als auch der langsame progressive Saturn den Neumond. Wir müssen folglich davon ausgehen, dass die Menschheit auch in diesem Jahr erheblichen Belastungen ausgesetzt ist. Neben den bestehenden Konflikten und Krisenherden sowie dem Umstand, dass viele Bevölkerungsgruppen in Armut und unter schlechten Bedingungen leben, Spaltungen und Anfeindungen ausgesetzt sind, besteht die Gefahr von gravierenden Umweltkatastrophen, welche viele Menschenleben gefährden und Milliardenschäden verursachen. Tatsächlich könnten die Belastungen im Frühjahr/Sommer 2026 ihren Höhepunkt erreichen. Danach – und das ist die gute Nachricht – sollte sich die Situation langsam verbessern.